VAKW Herbstexkursion 2026 in Basel
Freitag 2. Oktober 2026
Dem Ruf des Vorstandes folgten 27 Teilnehmer zu folgendem Programm:
| ab 09:15 Uhr | Begrüssungskaffee im Hafenmuseum Westquaistrasse 2 in 4057 Basel |
| 10:00 bis 11:30 Uhr | Besuch Hafenmuseum mit Herrn Martin Rebmann |
| 11:30 bis 12:00 Uhr | Transfer mit Schiff bis zur Mittleren Brücke |
| 12:15 bis 14:30 Uhr | Mittagessen im Restaurant «RhyWyera» |
| 14:45 bis 16:15 Uhr | Besuch meteoblue AG mit Herrn Nicolas Zurfluh |
| ca. 16:30 Uhr | Ende der Veranstaltung / Verabschiedung |
Bild: Schweizerische Rheinhäfen, 4019 Basel
Hafenmuseum
Der Tag der Herbstexkursion begann mit einem Begrüssungskaffee im Hafenmuseum. Ein guter Kaffee am Morgen kann Wunder wirken, und das tat er hier auch.
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| Begrüssungskaffee im Hafenmuseum Basel. |
Der unterschätzte Transportweg: Wieso ist Basel das Tor der Schweiz zu den
Weltmeeren?
Was war früher?
Antworten auf diese wie auch auf viele weitere Fragen gibt das Hafenmuseum
in Basel.
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| Die VAKW Mitglieder vor dem Hafenmuseum in Basel. |
Schon zur Bronzezeit, etwa 100 Jahre vor unserer Zeitrechnung, betrieben
die Kelten den Ort als Umschlagshafen für ihre Handelswaren; Bernstein aus
dem Baltikum, Keramik aus Böhmen und Wein aus dem Mittelmeergebiet. Die
schiffbaren Gewässer wurden gerne genutzt, um den beschwerlichen Landweg zu
umgehen.
Es folgten die Römer, die den Rhein nicht nur als Transportweg nutzten, sondern eine wichtige
Einnahmequelle entdeckten. Sie teilten den Rhein in einzelne Zollregionen auf und erhoben Ein-
und Ausfuhrzölle.
Mit dem Verfall des Römischen Reichs brechen der Wohlstand der Bevölkerung und die
Rheinschifffahrt zusammen, Umschlagsplätze veröden.
Erst ab dem Mittelalter im 14./15. Jahrhundert entstehen wieder
Schiffslandeplätze, Orte an denen Wagenladungen umgeladen werden. Die Basler
Schiffer transportieren Pilger, Kaufleute und deren Lasten in die Städte
Breisach, Strassburg und Mainz. Es entstehen territoriale Herrschaften,
einhergehend mit Monopolen, Privilegien und dadurch fiskale Nutzung mit
Gebühren und Zöllen.
Die Rheinbegradigung ist die künstliche Verkürzung des ehemals mäandrierenden Oberrheins. Die
Flussbegradigung wurde in Deutschland und Frankreich zwischen 1817 und 1876 nach Plänen von
Johann Gottfried Tulla und seinen Nachfolgern durchgeführt. Die Rheinbegradigung war
Voraussetzung für die Schiffbarmachung des Rheins hinauf bis Basel, die 1907 begonnen wurde. Dank
den Rheinhäfen in Basel hat das Binnenland Schweiz Zugang zum Meer und damit zum
Welthandel erhalten.
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| Verlauf des Rheins von Basel bis Rotterdam. |
Rund um die Uhr, im 24-Stunden-Betrieb, kommen so 10% der gesamten Schweizer Importe in unser Land. Rheinschiffe bringen die Waren von den grossen Seehäfen in Antwerpen oder Rotterdam nach Basel. Über 12 Schleusen ist dabei eine Höhendifferenz von 132 Meter und eine Distanz von 883 Kilometer zu überwinden.
Lastschifffahrt
Der Rheinhafen in Kleinhüningen ist trimodal: Trimodal bedeutet, dass drei verschiedene
Transportarten bedient werden können: Schiffe, Lastwagen und Güterzüge.
«Das Wasser als Transportweg wird unterschätzt», sagt Martin
Rebmann vom Hafenmuseum: «Ein Binnenschiff kann die Ladung von zwei
bis drei Güterzügen transportieren». «Ein Binnenschiff kann
mehrere 100 Container transportieren und ersetzt dadurch mehrere 100
Lastwagentransporte».
Personenschifffahrt
Zunehmend geniessen Flussreisen auf dem Rhein eine hohe Beliebtheit. Mit gegen 1000 Schiffsankünften in Basel ist dieser Bereich der Schifffahrt zu einem wirtschaftlichen Faktor geworden.Funktionen der Basler Rheinhäfen
Die Basler Häfen übernehmen eine wichtige Funktion mit vorgeschriebener Pflichtlagerhaltung
in der Landesversorgung.
Dies betrifft vor allem Brenn- und Treibstoffe sowie Getreide. Sollten alle
Zufahrtswege in die Schweiz blockiert sein, kann mit den Vorräten in den
Silos eine Zeit von drei bis vier Monaten überbrückt werden.
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| Last- und Personen-Schifffahrt: Die wichtigsten Güter-Kategorien. |
Und was ist die Bedeutung des Wetters?
Derzeitige Situation 2026:
Die Rheinschifffahrt ist eingeschränkt, wenn der Rhein besonders wenig Wasser führt. Die Schiffer
können dann weniger laden, und je nach Wasserstand lohnt sich die Fahrt für sie nicht
mehr.
Die Situation vor wenigen Jahren (2024):
«Ich kann mich an keine Hochwasser-Phase erinnern, die so lange
andauerte wie die im Sommer 2024», sagte Jelena Roth, Mediensprecherin
der Schweizerischen Rheinhäfen. Ein gutes Beispiel, wie wetterbedingte
Situationen unterschiedliche, einschränkende Auswirkungen auslösen:
Heute, im Jahre 2026, werden die Themen "Trockenheit, Wasserknappheit,
Klima-Wandel" usw. dramatisch bewirtschaftet. Die gegenteilige
Situation vor 2 Jahren hat man bereits vergessen.
Daher sind Klima-Daten per Definition über eine Zeitspanne von 30 Jahren zu
bewerten!
Verschiebung zum Mittags-Programm
Der Weg zur Mittagspause erfolgte themengerecht per Schiff auf dem Rhein. Im Restaurant RhyWyera genossen wir einen herbstlichen Jungblattsalat mit Hausdressing und Croutons, dann ein Rindsragout nach Burgunderart mit Spätzli und Marktgemüse und zum Dessert eine Vanille Panna Cotta mit Zwetschgen-Zimt Kompott.
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Transportschiff für den lokalen Personentransport in Basel. |
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Alle genossen das feine Mittagessen im Restaurant RhyWyera. Rechts die Statue "Helvetia auf der Reise" (1980) von Bettina Eichin. |
Besuch bei Meteoblue AG
Nicht weit von der Mittleren Brücke finden wir in der Greifengasse 38 die Meteoblue AG. Und passend dazu steht gleich nebenan am Claraplatz die 'Alte Wettersäule'.
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Die Alte Wettersäule beim Claraplatz. |
Das Unternehmens-Ziel von Meteoblue AG ist sehr ehrgeizig: Bereitstellung
von meteorologischen Daten für jeden Ort der Welt, unter Nutzung modernster
Technologie auf Erden wie im Weltraum. So sollen alle Wetter- und Klima-
abhängigen Aktionen für die Anwender der Dienstleistungen planbar werden. In
der Praxis müssen wir uns darunter folgendes vorstellen:
Lösungsangebote
Energie-Sektor: Wetter-Intelligenz zur Optimierung in
Energie-Produktion, Energie-Handel und Netzbetrieb. Präzise Voraussagen
und Lieferung von historischem Datenmaterial zur Planung und Risikoabschätzung.
Landwirtschaft:
Wetter-Intelligenz für die moderne Landwirtschaft für fundierte Entscheidungen in jeder Phase des
Anbauzyklus, mit präzisen, feldgenauen Wetterdaten.
Städte, Kommunen:
Klima-Intelligenz zur Widerstandsfähigkeit gegen die zunehmenden Risiken durch Hitzewellen,
Überschwemmungen und extreme Wetterereignisse. Priorisieren für gezielte Anpassungsmassnahmen.
Transport Logistik:
Wetter-Intelligenz für Transport & Logistik. Wetter beeinflusst jede Stufe
der Lieferkette, wie Routenplanung, Terminierung bis hin zu Sicherheit und
Pünktlichkeit. Das 5 Tage Meteogramm als Service der Meteoblue hat sich für
Luft- und Seefahrt zum Standard entwickelt.
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| Meteogramm von Meteoblue AG. |
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| Die Mitarbeiter von Meteoblue AG |
Dieses Bild mit so vielen jungen und motivierten Wetter-Fröschen schliesst den Bericht und weist zu einer guten Zukunft des VAKW:
- Das Bild zeigt, dass potentielle künftige Mitglieder vorhanden sind.
- Die Thematik des VAKW: Wetter und daraus folgend das Klima, ist an Aktualität kaum zu überbieten.
- Mitglieder des VAKW an der Herbstexkursion weisen ein geballtes meteorologisches Wissen und meistens hohe Seniorität auf.
Bericht zur Herbstexkursion im Oktober 2026: Veteran Baltisser Emil, WET SDT (WP 1)
Bilder: Schweizerische Rheinhäfen in 4019 Basel, Emil Baltisser, Monika
Lips, Peter Albisser, Meteoblue AG.
